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3 Säulen Prinzip: So funktioniert die Vorsorge in der Schweiz

Die Altersvorsorge ist in der Schweiz über das 3 Säulen Prinzip geregelt. Hier finden Sie eine Erklärung dazu, wie 1., 2. und 3. Säule funktionieren.

 3 Säulen Prinzip

Die 1. Säule soll im Alter die Existenz sichern

Bei der 1. Säule handelt es sich um eine staatliche Vorsorge, in die ab dem 18. Lebensjahr eingezahlt wird. Für jeden in der Schweiz Wohnenden oder Erwerbstätigen ist das Einzahlen in die 1. Säule obligatorisch.

Nach der Pensionierung erhält man aus dieser Vorsorge die sogenannte AHV-/IV-Rente, die zur Existenzsicherung beitragen soll. Mit der 1. Säule ist aber auch eine Risikoversicherung für Invalidität und Tod verbunden. Die staatliche Vorsorge springt im Versicherungsfall unter Umständen für anfallende Kosten ein.

Die Beiträge für die 1. Säule unterscheiden sich je nach Einkommen und Art der Beschäftigung. Wer in Vollzeit angestellt ist, zahlte laut Sozialversicherungsanstalt (SVA) im Jahr 2014 10,3 Prozent des Lohns, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen hiervon jeweils die Hälfte. Selbständige mussten 9,7 ihres Einkommens an die staatliche Vorsorge abgeben.

Die 2. Säule ergänzt die staatliche Vorsorge

Um die Gelder aus der 1. Säule zu ergänzen, gibt es die berufliche Vorsorge. In vielen Fällen wird die 2. Säule durch eine Pensionskasse abgedeckt, deswegen wird sie oft mit dieser gleichgesetzt. Diese Vorsorge wird aber unter anderem auch durch Versicherungen angeboten.

Einzahlen in die 2. Säule müssen Angestellte, die jährlich mehr als CHF 21'150.- (Stand: 2015) verdienen. Die Beiträge werden nach dem Alter des Versicherten gestaffelt. 25-34-Jährige zahlen 7 Prozent, 35-44-Jährige 10 Prozent, 45-54-Jährige 15 Prozent und 55-65/64-Jährige 18 Prozent des Lohns. Dazu kommen Beiträge für die Invaliden- und Hinterlassenenrente, die bei 3-4 Prozent liegen.

Wer selbständig ist, kann ebenfalls mit Hilfe dieser Säule vorsorgen, ist aber nicht verpflichtet dazu.

Die 3. Säule: Trägt zur Erhaltung des Lebensstandards im Alter bei

Diese private Vorsorge ist freiwillig, aber meist sinnvoll, wenn man im Alter nicht übermässig verzichten möchte. Die 3. Säule besteht aus Säule 3a und 3b. Die Säule 3a ist eine gebundene Vorsorge für Erwerbstätige und kann ausschliesslich für die Absicherung im Alter genutzt werden. Zudem ist der Betrag begrenzt, der jährlich in die darin eingezahlt werden darf. Dafür wird sie staatlich gefördert, Beiträge darin sind steuerlich absetzbar.

In die Säule 3b kann jeder einzahlen. Sie kann die private Vorsorge aus der Säule 3a ergänzen oder ersetzen. Bei der Säule 3b entscheidet der Einzahlende selbst, wie er sein Kapital anlegt und wie flexibel er es nutzen möchte. Allerdings besteht hier oft ein höheres Verlustrisiko und die Einzahlungen werden nicht grundsätzlich steuerlich begünstigt.

Weitere Informationen zum 3-Säulen-Prinzip finden Sie unter anderem beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) unter bsv.admin.ch.

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